Baufinanzierungsbegriffe – Buchstabe C bis D

Cap-Darlehen

Das Cap-Darlehen stellt eine Sonderform der Baufinanzierung dar. Die Besonderheiten liegen hier vor allem im variablen Zinssatz und einer vorher festgelegten Zinsobergrenze, welche als Cap bezeichnet wird. Der Zinssatz wird alle 3-6 Monate an die Entwicklung des vereinbarten Referenzzinssatzes (oft der EURIBOR) angepasst. Darüber hinaus bietet das Cap-Darlehen die Möglichkeit, jederzeit kostenfrei Sondertilgungen vorzunehmen. Es lässt sich damit als eine sehr gute Kombination aus einer gewissen Zinssicherheit und einem großen Maß an Flexibilität bezeichnen. Dies ist vor allem bei Zwischenfinanzierungen sehr interessant.

Courtage

Der Begriff Courtage wurde früher häufig für die Maklerprovision verwendet, die bei der Vermittlung einer Immobilie durch einen Immobilienmakler anfällt. Auch heute ist die Bezeichnung durchaus noch geläufig, wird jedoch hauptsächlich nur noch von Fachleuten genutzt. Bei Mietverträgen ist die Provision auf maximal 2 Nettokaltmieten begrenzt, wohingegen für den Immobilienverkauf keine Obergrenzen existieren. In der Praxis orientieren sich die Beteiligten jedoch häufig an üblichen Provisionssätzen, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Eine Courtage muss nur dann gezahlt werden, wenn auch tatsächlich ein Maklervertrag zustande gekommen ist.

DGZF

Die DekaBank Deutsche Girozentrale (DGZF) veröffentlicht zusammen mit den Landesbanken in regelmäßigen Abständen die Entwicklung der Zinsen für Pfandbriefe. Darüber hinaus werden auch Empfehlungen für die Zukunft ausgegeben, die wiederum auf den Zinsen für deutsche Staatsanleihen beruhen. Da Pfandbriefe von den Banken zur Besicherung von Baufinanzierungen genutzt werden, spielt deren Rendite eine sehr wichtige Rolle für das Zinsniveau im Bereich der Baufinanzierungen.

Darlehen

Der Begriff Darlehen wird für einen schuldrechtlichen Vertrag genutzt, bei dem ein Kreditgeber einem Kreditnehmer im Regelfall Geldmittel für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stellt. Dafür erhält der Kreditgeber als Gegenleistung Zinsen , und der Kreditnehmer stellt zur Vertrauensbildung passende Sicherheiten. Die Bezeichnung Darlehen wird oft als Synonym für den Begriff Kredit verwendet, jedoch gibt es durchaus kleine Unterschiede. Kredit gilt nämlich als eine Art Oberbegriff für die Beschaffung von Fremdkapital, wohingegen das Darlehen eine bestimmte Unterform darstellt. Zudem existiert in der Finanzwirtschaft eine Unterscheidung nach Laufzeit und Kredithöhe. Im Zusammenhang mit einer Baufinanzierung sprechen Bankexperten daher eher von Darlehen, während kleinere Konsumfinanzierungen eher als Kredit bezeichnet werden.

Darlehensarten

Ein Darlehen beschreibt die zeitlich begrenzte Überlassung von Geld oder Sachwerten durch einen Kreditgeber an einen Kreditnehmer. Jedoch können einzelne Darlehen unterschiedlich konzipiert werden. Ein Annuitätendarlehen wird beispielsweise in jeweils gleichbleibenden Raten mit variablem Zins- und Tilgungsanteil zurückgezahlt. Bei einem endfälligen Darlehen werden hingegen bis zum Ende der Laufzeit nur regelmäßig die Zinsen bezahlt. Die Tilgung erfolgt erst in einer Komplettzahlung mit der letzten Zinszahlung. Neben diesen beiden Grundarten von Darlehen gibt es auch noch verschiedene Mischformen.

Darlehensgeber

Ein Darlehensgeber überlässt einem Darlehensnehmer im Normalfall Geldmittel für einen vorher vereinbarten Zeitraum. Dafür erhält er vom Darlehensnehmer neben der Rückzahlung zusätzlich Zinsen. Als Darlehensgeber können hierzulande neben Banken auch Bausparkassen oder andere Finanzdienstleister mit einer entsprechenden Erlaubnis der BaFin auftreten. Wird die Kreditvergabe nicht gewerbsmäßig praktiziert, ist es auch einer Privatperson erlaubt, einen Kredit an eine andere Person zu vergeben.

Darlehensnehmer

Ein Darlehensnehmer leiht sich von einer Bank, einem Unternehmen oder einer Privatperson Geld. Dabei werden in einem Darlehensvertrag sowohl die Kreditsumme als auch die Laufzeit und die Höhe der Rückzahlungsrate festgelegt. Darlehensnehmer stellen zudem Sicherheiten, um überhaupt einen Kredit zu erhalten und die Kreditzinsen zudem möglichst günstig zu gestalten.

Darlehensphase

Als Darlehensphase wird die letzte Phase eines Bausparvertrags bezeichnet. Zu Beginn vereinbart ein Kunde mit einer Bausparkasse den Abschluss eines Bausparvertrags über eine bestimmte Bausparsumme. Einen Teil dieser Summe zahlt er in der Ansparphase in den Bausparvertrag ein. Entscheidet sich der Bausparer bei Zuteilung des Bausparvertrags, das vertraglich zugesicherte Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen, tritt er in die Darlehensphase ein. Die Differenz zwischen der Bausparsumme und dem Bausparguthaben (angesparte Summe in der Ansparphase) ergibt die Höhe des Bauspardarlehens in der Darlehensphase eines Bausparvertrags.

Darlehensrückzahlung

Die Darlehensrückzahlung wird im Kreditvertrag zwischen Darlehensnehmer und Darlehensgeber vereinbart. Sie regelt die Prozedur, nach der die Rückzahlung durch den Darlehensnehmer erfolgen muss. Je nach Art des Darlehens, der Darlehenssumme und auch der gewählten Laufzeit kann die Art und Höhe der Rückzahlung variieren. Im Bereich der Baufinanzierung wird die Darlehensrückzahlung häufig zunächst nur bis zum Ende der Zinsbindung geregelt. Die Rückzahlung der daraus resultierende Restschuld wird in einer Anschlussfinanzierung wieder neu verhandelt.

Darlehensvergleich

Gerade bei Krediten mit langen Laufzeiten und hohen Kreditsummen wie bei einer Baufinanzierung sind bereits kleinste Zinsunterschiede mitunter entscheidend. Ein Darlehensvergleich kann dabei helfen, aus einer Vielzahl verschiedener Angebote die Baufinanzierung herauszusuchen, die besonders günstige Konditionen mit sich bringt. Bei Dr. Klein suchen Fachleute nach einem Antrag automatisch die Darlehen heraus, die zu den Wünschen und Anforderungen des Kreditnehmers am besten passen. Darüber hinaus wird auch ein Darlehensvergleich durchgeführt, um aus diesen Baukrediten das Darlehen mit dem günstigsten Zinssatz zu identifizieren.

Darlehensvertrag

Der Darlehensvertrag ist die rechtliche Grundlage für die Gewährung eines Darlehens. In dem Vertragswerk sind die Rechte und Pflichten von Darlehensnehmer sowie Darlehensgeber aufgeführt. Darüber hinaus werden auch die Kreditsumme sowie die Rückzahlungsmodalitäten und eventuelle Kreditsicherheiten schriftlich im Darlehensvertrag verankert.

Darlehenssumme

Die Darlehenssumme umfasst den Geldbetrag, über den ein Darlehen abgeschlossen wird. Im Normalfall erhält ein Kreditnehmer die komplette Darlehenssumme vom Kreditgeber ausgezahlt. In Einzelfällen kann jedoch ein Disagio vereinbart werden, welches den Auszahlungsbetrag mindert. Hierbei wird ein Teil der Darlehenssumme gleich zu Beginn einbehalten, was wie eine Zinsvorauszahlung wirkt. Die Höhe der Darlehenssumme beeinflusst sowohl die Rückzahlungsrate als auch die Kreditlaufzeit deutlich, da die meisten Baufinanzierungen heute als Annuitätendarlehen mit gleichbleibenden Raten vergeben werden.

Darlehenszinsen

Die Darlehenszinsen stellen den Preis für die Verleihung der Darlehenssumme dar. Der Zinssatz wird dabei pro Jahr angegeben, aber im Normalfall monatlich gezahlt. Hierbei ist allerdings zwischen dem Nominalzinssatz und dem effektiven Jahreszins zu unterscheiden. Ersterer gibt lediglich den reinen Kreditzins wieder, während der effektive Jahreszinssatz auch etwaige Vermittlungsgebühren oder die Bewertungskosten für eine Immobilie enthält. Der effektive Jahreszins ist damit das deutlich bessere Kostenmaß in einem Kreditvergleich.

Denkmalschutz

Auf dem Markt verfügbare Immobilien können in Einzelfällen unter Denkmalschutz stehen. Dies ist immer dann der Fall, wenn die besondere Konstruktion eines Hauses ein Kulturdenkmal der jeweiligen Region darstellt. Immobilien unter Denkmalschutz bringen besondere Herausforderungen und höhere Kosten bei der Sanierung und Renovierung mit sich. Darüber hinaus sind auch moderne Wohnanforderungen und energetische Maßnahmen bei denkmalgeschützten Immobilien mit besonderen Hürden versehen. Im Gegenzug können Besitzer solcher Objekte jedoch auch steuerliche Erleichterungen und staatliche Förderungen in Anspruch nehmen.

Dingliche Sicherheiten

Eine dingliche Sicherheit stellt einen Wertgegenstand dar, der als Kreditsicherheit verwendet werden kann. Dingliche Sicherheiten sind Pfandrechte, die sich auf Gegenstände wie Immobilien beziehen. Die bekanntesten Pfandrechte stellen dabei die Hypothek und die Grundschuld dar. In der Praxis verwenden Banken hierzulande mittlerweile fast nur noch die Grundschuld als dingliche Sicherheit. Ein solches Pfandrecht erlaubt es dem Darlehensgeber, bei einem Zahlungsausfall seine Forderungen durch Zwangsversteigerung der Immobilie zu befriedigen.

Disagio

Der Begriff Disagio bezeichnet ein Abgeld (auch Dammum) auf die Kreditsumme einer Baufinanzierung. Somit wird also nicht die gesamte Kreditsumme an den Kreditnehmer ausgezahlt, sondern ein kleiner Teil einbehalten. Auf diesem Weg wirkt das Disagio als eine Art Zinsvorauszahlung des Kreditnehmers. Eine solche Regelung lohnt sich jedoch im Normalfall nur, wenn mit der Immobilie Mieteinnahmen erzielt werden sollen, da sich das Disagio dann bereits im Jahr der Kreditaufnahme steuerlich voll absetzen lässt.

  • Stiftung Warentest - Finanztest. Im Test 21 Baufinanzierer. Dr. Klein belegte den 3. Platz mit der Note 2,2 (gut). Ausgabe März 2017

    Stiftung Warentest – Finanztest 2017

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