Baufinanzierungsbegriffe – Buchstabe O

Objektbeschränkung

Der Begriff der Objektbeschränkung geht auf eine staatliche Förderung von Immobilienkäufen in §10e EstG zurück. Demnach konnten Hauskäufer ab dem Jahr 1987 für eine selbst bewohnte Immobilie bis zu 50% des Grundstückswertes sofort und 6% der Herstellungskosten jährlich von der Einkommensteuer absetzen. Die Förderung galt jedoch maximal für ein Objekt pro Person (Objektbeschränkung). Hatte jemand auf diese Weise eine Immobilie erworben, trat der sogenannte Objektverbrauch ein und der Förderweg wurde verschlossen. Das Förderverfahren nach §10e EStG wurde bereits im Jahr 1996 abgeschafft und durch die Eigenheimzulage ersetzt, die 10 Jahre später ebenfalls dem Rotstift zum Opfer fiel.

Objektbewertung

Eine Objektbewertung durch einen Gutachter ist sowohl für Käufer als auch für Verkäufer einer Immobilie sehr interessant. Dabei wird durch normierte Verfahren ein geeigneter Kaufpreis für ein bestimmtes Objekt ermittelt. Für die Bewertung stehen mit dem Vergleichswertverfahren, dem Ertragswertverfahren und dem Sachwertverfahren gleich drei normierte Methoden zur Verfügung. Das Vergleichswertverfahren ist vor allem bei unbebauten Grundstücken interessant und vergleicht diese mit den bisherigen Verkaufspreisen ähnlicher Grundstücke in der unmittelbaren Umgebung. Das Ertragswertverfahren zielt dagegen vor allem auf die Immobilie und ermittelt, welche Einnahmen sich damit erzielen lassen. Das Sachwertverfahren zieht die Herstellungskosten einer Immobilie heran und rechnet zudem Abschreibungen je nach Alter des Objektes mit ein.

Öltankhaftpflichtversicherung

Eine Öltankhaftpflicht ist nur für Immobilienbesitzer interessant, die über einen eigenen Öltank im Garten verfügen. Sollte dieser ein Leck aufweisen und Öl austreten, ergeben sich große Gefahren für das Trinkwasser. Die Entfernung des Öls und die Säuberung des Trinkwassers bringen schnell Kosten in fünf- bis sechsstelliger Höhe mit sich. Da dies eine Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz darstellt, ist die Öltankhaftpflichtversicherung eine sinnvolle Ergänzung des Versicherungsportfolios. Diese übernimmt alle Kosten im Zusammenhang mit Schäden durch den Öltank.

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds eröffnen Anlegern die Möglichkeit, auch kleinere Beträge in Immobilien zu investieren. Da der Anleger Fondsanteile erwirbt, kann er bereits ab Summen von 250 oder 500 Euro einsteigen. Das Fondsmanagement investiert dabei in verschiedene Immobilien und arbeitet daran, durch Vermietung und höherpreisigen Verkauf von Objekten entsprechende Renditen zu erzielen. Wer Fondsanteile an offenen Immobilienfonds erwirbt, muss diese mindestens 24 Monate halten und kann sie danach mit einer Rückgabefrist von 12 Monaten an die Fondsgesellschaft veräußern.

Online-Kredit

Wird ein Konsumentendarlehen oder eine Baufinanzierung über das Internet abgeschlossen, handelt es sich um einen Online-Kredit. Online-Darlehen zeichnen sich vor allem durch ihre gute Vergleichbarkeit aus, so dass Kreditnehmer die Konditionen gegenüberstellen können. Ein solcher Vergleich sorgt am Ende dafür, dass sich ein passgenauer Kredit oder eine Baufinanzierung zu besonders niedrigen Zinsen nutzen lässt. Da der Beratungsbedarf im Bereich der Immobilienfinanzierung jedoch etwas größer ausfällt, erfolgt Online meistens zunächst nur die erste Kontaktaufnahme. Weitergehende Beratung ist danach über ein Telefongespräch oder gar ein persönliches Treffen mit einem Berater vor Ort möglich.

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