Baufinanzierungsbegriffe – Buchstabe I

Immobilienfonds

Immobilienfonds sind Kapitalsammelstellen, mit denen sich Anleger (Investoren) am Bau oder Kauf von Immobilien beteiligen können. Das Fondsmanagement sammelt das Kapital von den Anlegern ein und investiert dieses in bestimmte Bauvorhaben. Die daraus resultierende Rendite aus Mieteinnahmen und Verkaufsgewinnen erhalten die Anleger abzüglich einer Management-Gebühr entsprechend ihrer Beteiligung. Bei Immobilienfonds ist zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds zu unterscheiden. An offenen Fonds können Anleger sich bereits mit relativ kleinen Einlagen beteiligen und das Kapital wird in der Regel für verschiedene Bauprojekte verwendet. Geschlossene Immobilienfonds sind hingegen oft projektbezogen und erfordern deutlich größere Einlagen.

Immobilienkredit

Ein Immobilienkredit stellt eine Finanzierung dar, mit der Häuser oder Wohnungen gekauft sowie gebaut werden. Im Normalfall vergeben Banken Immobilienkredite heute als Annuitätendarlehen mit gleichbleibenden Raten, bei denen mit jeder Rate der Tilgungsanteil steigt, während der Zinsanteil der Rate entsprechend sinkt. Weitere wichtige Modalitäten beim Immobilienkredit stellen neben dem Zinssatz die Zinsbindung sowie die Möglichkeit von Sondertilgungen dar. Erstere beschreibt den Zeitraum konstanter Zinsen, während Sondertilgungen bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten die Chance eröffnen, das Darlehen schneller zu begleichen und somit zusätzlich Zinskosten einzusparen.

Immobilienmakler

Ein Immobilienmakler ist normalerweise selbstständig tätig und vermittelt bei einem Kauf oder der Anmietung von Gebäuden zwischen Käufer und Verkäufer. Für diese Tätigkeit kann er je nach Beauftragung und Modalitäten eine Provision (Courtage) in Rechnung stellen. Die Maklerprovision für Vermietungen ist dabei in Deutschland auf zwei Netto-Monatsmieten zzgl. MwSt. begrenzt und muss von der Partei bezahlt werden, die den Makler tatsächlich beauftragt hat (Besteller-Prinzip). Bei einem privaten Immobilienverkauf kann die Höhe der Courtage frei verhandelt werden, jedoch haben die Bundesländer bestimmte Empfehlungen zwischen 3,57 und 7,21% des Kaufpreises veröffentlicht.

Immobilienrente

Die Immobilienrente ist ein Prinzip, welches sich vor allem in Großbritannien und den USA einer großen Beliebtheit erfreut. Hierbei nehmen Rentner, die eine vollständig abbezahlte Immobilie besitzen, eine Hypothek (Grundschuld) auf das Objekt auf. Somit erhalten sie liquide Mittel und können den Ruhestand finanziell entspannter genießen. Für den Kredit müssen während der Nutzungsdauer keinerlei Zinsen bezahlt werden, da die Bank diese bis zum Auszug der Eigentümer und dem Verkauf der Immobilie stundet. Aus dem Verkaufserlös begleichen die Kreditnehmer oder deren Erben die Kreditsumme nebst Zinsen und können den Rest behalten. Beim Tod der Kreditnehmer können die Erben wählen, ob sie die Immobilie verkaufen möchten oder die Schulden aus eigenen Mitteln tilgen.

Instandhaltungskosten

Als Instandhaltungskosten werden alle Kosten für die Maßnahmen bezeichnet, die zur Erhaltung einer Immobilie erforderlich sind. Dazu gehören die Bereiche Inspektion, Wartung, Verbesserung und Instandsetzung. Die beiden letzten Bereiche umfassen dabei Dinge wie die Dachsanierung, die Erneuerung der Heizungsanlage, wichtige Reparaturen oder das Einsetzen neuer Fenster. Entsprechende Maßnahmen sind wichtig, um den Wert des jeweiligen Objektes zu erhalten. Verzichtet ein Eigentümer auf die Instandhaltung, bildet sich irgendwann ein sogenannter Reparaturstau, der in ernsthaften Schäden am Gebäude münden kann.

Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage ist ein Finanzpolster, welches ein Immobilienbesitzer anlegen sollte, um nach einigen Jahren die Maßnahmen der Instandhaltung durchführen zu lassen. Vermieter legen dafür im Normalfall einen Teil der Mieteinnahmen zurück und sind somit auch auf mögliche überraschende Reparaturen vorbereitet. Während eine solche Rücklage für Hausbesitzer freiwillig ist, sind Besitzer einer Eigentumswohnung dazu verpflichtet, ein entsprechendes Finanzpolster zu bilden.

  • Stiftung Warentest - Finanztest. Im Test 21 Baufinanzierer. Dr. Klein belegte den 3. Platz mit der Note 2,2 (gut). Ausgabe März 2017

    Stiftung Warentest – Finanztest 2017

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